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Neubau mit Festakt offiziell eröffnet – 16 Millionen Euro investiert – Haupteingang liegt künftig in der Wilhelmstraße
Dieser Bau macht das Krankenhaus auch für die Zukunft wettbewerbsfähig. Die Tradition des Helfens und Heilens kann fortleben an diesem wunderbaren Ort.« Dies sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz vor rund 150 Gästen anlässlich eines Festaktes, mit dem der Neubau am katholischen St. Josefs Krankenhaus am Freitag eingeweiht wurde. Die Kosten für das vierstöckige, fast 5.000 Quadratmeter große Gebäude sowie für den Umbau von 3.800 Quadratmetern im Altbau betrugen rund 16 Millionen Euro. Das Hospital wurde um 64 neue Patientenbetten erweitert. Der Haupteingang des Krankenhauses wird ab dem 24. Oktober nicht mehr in der Liebigstraße 24 liegen, sondern in der Wilhelmstraße 7. Dadurch ändert sich auch die Postanschrift.
»Die Erweiterung ist gut gelungen. Wir haben allen Grund, uns gemeinsam zu freuen«, erklärte Schwester Lucella Maria Werkstatter. Sie ist die Generaloberin der Ordensgemeinschaft »Schwestern vom Göttlichen Erlöser «, unter deren Trägerschaft das St. Josefs Krankenhaus geführt wird. Ihr Dank richtete sich vor allem an das hessische Sozialministerium, das Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Euro für den Neubau bereitgestellt hatte. Eine Million Euro steuerte das Krankenhaus aus Eigenmitteln bei.
Da das St. Josefs Krankenhaus in naher Zukunft mit dem gegenüberliegenden Krankenhaus der Balserischen Stiftung fusionieren wird, freute sich auch Prof. Fritz Lampert vom Vorstand des Balserischen Stifts über die Verbesserung der Infrastruktur des zukünftigen Partners. »Es geht beiden Krankenhäusern nicht so sehr um den materiellen Gewinn, sondern um die Würde und Gesundheit der Menschen«, sagte Lampert, der sich einen kleinen Seitenhieb gegen das privatisierte Uni-Klinikum nicht verkneifen konnte.
Andreas Russ vom verantwortlichen Architektur- und Ingenieurbüro Witan Russ Lang (Frankfurt) übergab den symbolischen Schlüssel an Lucella Maria Werkstatter sowie an Hausoberin Schwester Fabiola Manz und an Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Leipert.
Belegt werden die neuen Räume von den Stationen der Gynäkologie und Geburtshilfe, der Geriatrie, der Unfallchirurgie und Orthopädie. Als Treffpunkt mit Blick ins Grüne wurde im Erdgeschoss eine große Cafeteria eingerichtet, außerdem ist ein Garten mit einem kleinen, bunten Kinderspielplatz entstanden. Im Herzen des neuen Gebäudes befindet sich zudem die neue Kapelle mit sakralen Elementen. Bis zu 50 Besucher finden darin Platz. Der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa weihte die Kapelle am Freitag mit einem Festgottesdienst ein.
Ganz beendet sind die Baumaßnahmen am »Katholischen« allerdings noch nicht: In den nächsten Wochen werden noch Umbauten im Südost- und Nordostflügel ausgeführt und Pflegestationen sowie das Zentrallager, die Zentralküche und die Arzt- und Bereitschaftsräume modernisiert.
Gießener Allgemeine - 08.10.2011 (JRI)Diese Seite drucken