St. Josefs Krankenhaus Gießen

Navigation überspringen und zum Inhalt gehen

Meilenstein in der langen Geschichte

St. Josefs Krankenhaus erhält 15 Millionen Euro vom Land

Mit der gestrigen Übergabe eines Fördermittelbescheides des Landes Hessen über 15 Millionen Euro durch Innenminister Volker Bouffier kann das St. Josefs Krankenhaus nun den dritten und letzten Neubauabschnitt angehen. Knapp 16 Millionen Euro wird die Baumaßnahme laut Provinzökonomin Schwester Pia Gensheimer kosten. Dabei wird das Krankenhaus, so der Ärztliche Direktor, Dr. Hermann Lieser, ein „markantes Gesicht“ erhalten: es entsteht nämlich auch ein neuer Haupteingang in der Wilhelmstraße, wo außerdem eine kleine Parkanlage, eine Eingangshalle mit Cafeteria, Kapelle, Büros zur Patientenaufnahme und ein übersichtliches Treppenhaus geschaffen werden.

„Das ist ein weiterer Meilenstein in der langen Geschichte des St. Josefs Krankenhauses“, wusste Bouffier um die Bedeutung der baulichen Vergrößerung für das schon 1899 von den Schwestern vom Göttlichen Erlöser gegründete Haus. „Das Geld ist bei uns sehr gut investiert“, versicherte Geschäftsführer Andreas Leipert dem Staatsminister. „Die Patientenversorgung wird dadurch dauerhaft gesichert.“ Der Dank von Leipert wie auch der von Schwester Pia Gensheimer ging neben Volker Bouffier ebenfalls an Gesundheitsminister Jürgen Banzer. Wenn in etwa zweieinviertel Jahren der Neubau fertig ist, wird die Klinik rund 25 Millionen Euro in ihre vor zehn Jahren begonnene Umgestaltung investiert haben, um das Krankenhaus auf den modernsten Stand zu bringen. Dazu gehört auch die Errichtung des Gesundheitszentrums Martinshof, in dessen Gemeindesaal der St. Bonifatiusgemeinde die gestrige Übergabe stattfand und das neben zahlreichen Arztpraxen sogar eine Krabbelstube und eine Apotheke beherbergt.

Bouffier sprach von einer „wegweisenden und mutigen Entscheidung“, die man damals mit dem Entschluss zur baulichen und strukturellen Veränderung der Klinik, die heute 330 Mitarbeiter beschäftigt und über 7000 stationäre Behandlungen jährlich verzeichnet, getroffen habe. Das gelte genauso für die Kooperation mit dem benachbarten Balserischen Stift. „Die Zukunft lässt sich so besser gestalten, als wenn jeder für sich alleine handeln würde“, sagte der Minister. Stiftungsvorstand Prof. Fritz Lampert vom Krankenhaus Balserische Stiftung gratulierte im Namen seiner Einrichtung ebenfalls zur Gewährung der Fördermittel. Zumal dadurch endlich die „hässliche Baulücke“ auf Seiten der Wilhelmstraße geschlossen werden könne.

Andererseits kann durch den zum Teil über der Tiefgarage entstehenden Neubau die Unterbringung der Patienten verbessert werden. Denn wie Schwester Pia Gensheimer berichtete, sollen neue Zwei- und Ein-Personen-Zimmer bisherige Drei-Bett-Zimmer ohne Nasszellen ersetzen. Damit werde sich die Zahl der Planbetten um 14 auf 170 erhöhen.

Dass das traditionsreiche Krankenhaus heute hoch leistungsfähig und modern ausgestattet sei, wäre der „weitsichtigen und nachhaltigen Entwicklungspolitik seines Trägers, der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser“ zu verdanken, unterstrich Dr. Hermann Lieser. Mit dem Umbau komme man dem eigenen Anspruch, „eine am Patienten orientierte Medizin zu bieten“, noch ein Stück näher. Womit die Klinik eine „humane und moderne medizinische Versorgung im Herzen der Stadt garantiert“, so Lieser.

Bei der kleinen Feierstunde gestern waren ebenfalls Hausoberin Schwester Fabiola Manz und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sowie zahlreiche Mitarbeiter des Krankenhauses und Gemeindeangehörige zugegen.
Gießener Anzeiger - 20.04.2010 (GA_ST_15)Diese Seite drucken

© St. Josefs Krankenhaus Gießen gemeinnützige GmbH | Kontakt | Impressum | Links