St. Josefs Krankenhaus Gießen

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Nichtgeborenen Würde erhalten

 

 

Eine würdevolle Trauerfeier für nichtgeborene und verstorbene Kinder richtete das St. Josefs-Krankenhaus am Donnerstag auf dem Neuen Friedhof aus. Geleitet wurde sie von den beiden Klinikseelsorgern, Pfarrer Matthias Schmid und Pfarrerin Eva-Maria Reinhard. Durch kurze Lesungen, Orgel- und Flötenspiel wurde den Trauerenden die Anteilnahme aller zuteil. "Jeder lebt seine Trauer einzigartig, dennoch tut es gut zu wissen: Ich bin nicht allein", sagte Klinikseelsorgerin Eva-Maria Reinhard. "Es kommt gar nicht so selten vor, dass eine Schwangerschaft so endet", sagte Chefarzt Dr. Peter Gilbert im Namen der gesamten Klinikleitung. "So beerdigen wir heute 65 nichtgeborene Kinder des vergangenen halben Jahres", sagte er weiter. "Der Mensch ist von Anfang an Mensch und keine Reihe von Entwicklungsstadien, er ist von Beginn an ein Gedanke Gottes und er hat von Anfang an eine Würde und daher sind wir hier", führte er weiter aus. Fragen nach dem Warum ließen sich trotz pathologischer Untersuchungen oft nicht klären. Schwester Oberin Fabiola Manz gab dem kleinen Korbsarg die Worte aus dem Markusevangelium mit auf den Weg: "Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes."
Im Bereich der von Dr. Heide-Birgit Theiß geschaffenen Skulptur "Geborgenheit" wurden die nichtgeborenen Kinder würdevoll beigesetzt.
Gießener Anzeiger / Barbara Czernek - 6.11.2009

 

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