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Die Träger des St. Josefs Krankenhauses und des Krankenhauses Balserische Stiftung haben sich auf die Zusammenführung ihrer beiden Gießener Krankenhäuser verständigt. Die Absichtserklärung wurde in der zurückliegenden Woche unterzeichnet. Für den Träger des St. Josefs Krankenhauses zeichnete Schwester Marie Petra Beck, Provinzoberin der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) und Jörg-Rudolf Lanig, Geschäftsführer der Trägergesellschaft der Niederbronner Schwestern, für die Balserische Stiftung unterschrieben die Vorstände Prof. Dr. Dr. Fritz Lampert und Rechtsanwalt Jürgen Adolphs.
Mit dem Zusammenschluss verfolgen die Träger nicht nur die mittelfristige Standortsicherung, sondern vielmehr die Weiterentwicklung ihrer Fachabteilungsstruktur. „Die Voraussetzungen dazu sind ausgezeichnet, da sich die vorhandenen Fachabteilungen in einzigartiger Weise ergänzen und nicht in Konkurrenz zueinander stehen“, stellt Lanig fest. Auf Seiten des St. Josefs Krankenhauses sind es die Allgemein- und Bauchchirurgie, die Unfallchirurgie und Endoprothetik, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Geriatrie und die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, auf Seiten des Krankenhauses Balserische Stiftung die Innere Medizin und die Orthopädie. Gemeinsam wird damit an einem zentralen und attraktiven Standort der Stadt das gesamte Spektrum eines Akutkrankenhauses mit 240 Betten abgebildet.
Ihre wirtschaftliche Stabilität versetzt die beiden Krankenhäuser dabei in die Lage, die Entwicklung hin zu einem einheitlichen Krankenhausbetrieb zwar zügig, jedoch geordnet und ohne zeitlichen Druck voranzubringen. Das ist notwendig, um den Prozess der Zusammenführung fundiert zu planen, miteinander abzustimmen und schließlich handwerklich sauber auszuführen. Die Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes wird die Aufgabe des eigens dazu berufenen und mit je vier Vertretern der beiden Träger besetzten Beirates sein, der seine Tätigkeit bereits im September aufnehmen wird. Auch die Mitarbeiter müssen mit ins Boot genommen werden, was für die Vorstände der beiden Träger von besonderer Bedeutung ist. So wurde von vorneherein ausgeschlossen, dass es im Zuge des Zusammenschlusses zu betriebsbedingten Kündigungen kommt. Provinzoberin Sr. Marie Petra, Geschäftsführer Lanig und die Stiftungsvorstände Prof. Lampert und Rechtsanwalt Adolphs sind da einhelliger Meinung: "Ein Personalabbau ist völlig unnötig und wäre das absolut falsche Signal in Richtung unserer Mitarbeiter, deren Unterstützung auf dem vor uns liegenden Weg unverzichtbar ist".
Die aktuellen Baumaßnahmen am St. Josefs Krankenhaus passen genau in die Planung der beiden Häuser. Mit Ihnen wird der gemeinsame Standort inmitten der Stadt gestärkt und ausgebaut. Im Gesundheitszentrum „Martinshof“, welches derzeit an der Ecke Frankfurter Straße / Liebigstraße in die Höhe wächst, werden Allgemein-, Facharztpraxen und weitere Gesundheitsdienstleister ein attraktives ambulantes Zentrum etablieren, welches die am Krankenhaus Balsersiche Stiftung seit langem etablierten Praxen ergänzen wird. Wesentliches Ziel ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Krankenhäusern und den Ärzten am Übergang zwischen ambulanter und stationärer Behandlung. „Hier liegt einiges Potential, das es in den nächsten Monaten und Jahren zu schöpfen gilt“, bekräftigen die Vorstände der Krankenhausträger und stellen fest: "Die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten ist für uns von grundsätzlicher und zentraler Bedeutung". Nach Fertigstellung der Tiefgarage mit 90 Stellplätzen, die bis November 2008 auf dem Gelände des St. Josefs Krankenhauses errichtet wird, folgt unmittelbar der Bau eines neuen Gebäudeflügels an der Wilhelmstraße. Dann wird das St. Josefs Krankenhaus mit der grundlegenden Neuordnung der internen Verkehrswege und der Errichtung eines neuen Haupteingangs ein völlig neues Gesicht bekommen, welches dem künftigen Partner vis-à-vis der Wilhelmstraße, dem Krankenhaus Balserische Stiftung, deutlich und sichtbar zugewandt sein wird.
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